
Technische Universität Wien Bewertungen
Das sagen die Studierenden
Die Technische Universität Wien (TU Wien) hat einen gemischten Ruf unter Studierenden. Viele loben die exzellente Ausbildung und die modernen Labore, die im Studium Technische Chemie oder anderen Ingenieurswolken angeboten werden. Insbesondere die Möglichkeit, praktische Erfahrungen in verschiedenen Forschungsgruppen zu sammeln, wird positiv hervorgehoben. Einige Studierende fühlen sich jedoch überfordert von der hohen Arbeitsbelastung und langen Studiendauer, die oft die Regelstudienzeit überschreitet. Die Organisation der Lehrveranstaltungen wird häufig kritisiert, da es zu vielen Prüfungen gleichzeitig kommt und der Anspruch als zu hoch empfunden wird. Insgesamt ist die TU Wien für Studierende geeignet, die sich für eine anspruchsvolle akademische Ausbildung interessieren, bereit sind, viel Eigeninitiative zu zeigen und die sich der Herausforderungen bewusst sind. Wer jedoch schnell in den Beruf einsteigen möchte, könnte an einer Fachhochschule besser aufgehoben sein.
Bewertungen
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Anspruchsvoll, zeitintensiv, sehr breit gefächert, Fakultät hat Aufholbedarf bei der Digitalisierung und ordentlichen Lernunterlagen
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Sehr schwer, dauert lange, nicht zu empfehlen
es ist wild aber mega geil
Meine Erfahrungen sind nicht mehr up-to-date, sondern noch aus den 00 und 10er Jahren:
-Inhaltlich (theoretisch) ist das Studium gut! Es wird sehr viel verlangt, mehr als in anderen Kursen anderer Unis, die ich mitbesucht habe. Man sollte also im späteren Berufsleben gut vorbereitet sein (da ich heute im Außendienst bin, sehe ich in vielen Firmen, dass meine Kunden fachlich massiv schlechter ausgebildet wurden als ich)
-Aber: Einige Dozenten sind - man kann es nicht anders sagen - eine Frechheit (ich hoffe, manche sind mittlerweile schon pensioniert, die ich erleb musste). Egal ob verbale Übergriffigkeiten, die ich beobachten konnte/musste, oder bewusst unfaire Prüfungen (wo Antworten verlangt wurden, die nicht mal ansatzweise in der Fragestellung ersichtlich waren - was auf Nachfrage sogar zugegeben wurde). Ebenso wie schlecht vorbereitete Vorlesungen bei manchen Professoren. In einer Vorlesung (war als solche gekennzeichnet), verlangte der Vortragende, dass man anwesend sein müsse. Berufliche Hürden waren ihm egal. Warum er es nicht als Vorlesungs-Übung dann ausgegeben hat, ist mir schleierhaft.
Traurige Wahrheit in dem Kontext auch: Studierende aus anderen Unis/Fächern, die die gleichen Kurse besucht haben, wurden teilweise böse überrascht, wie auf der Chemie die Professoren drauf sein konnten (egal ob mit Boshaftigkeiten oder unfairen Prüfungen oder beidem). Vereinzelt konnte ich erleben, wie diese Leute quasi aus allen Wolken fielen.
Es sind natürlich nicht alle so, es gibt auch auf der TU richtig nette und faire Personen im Lehrkörper. Aber die ca. 15-20% faulen Früchte verderben die Freude am Studium. Und die bleiben. Ich kenne den Fall einer Uni-Mitarbeiterin, die einen Prof., der auch bei den Studierenden mit seinem Verhalten oft negativ aufgefallen war, wegen Diskriminierung am Arbeitsplatz gemeldet hat. Mehr als ein "du-du, bitte mach das nicht mehr" passierte dem auch nicht. Eigentlich skandalös.
-Außerdem: Wenn man nicht in der Chemie-HTL war oder im Realgynmasium, fehlen viele Grundlagen, die vorausgesetzt werden (in Mathe und Chemie insbesondere).
-Die Fachschaft Chemie: waren zwar nett, aber machtlos. Als ich 1 oder 2 mal Beschwerden bei denen zu Professoren vorgebracht habe, kam nur lapidar die Antwort (sinngemäß): "Wissen wir schon, haben uns schon öfters bei/über den beschwert und darauf hingewiesen, dass dies oder das unrecht ist, aber dem Prof/der Uni war es halt egal" - sorry, das hilft den Studierenden auch nicht weiter. Prüfungsfragensammlungen und Trinkfeste - mehr kann man sich nicht erwarten von der Vertretung. War zumindest so vor einigen Jahren mein Eindruck.
Labore: Bei mir gab's noch einige Wochen den H2S-Aceton-Trennungsgang u.ä. Typisches Kennzeichen der Labore war: zu wenige Lehrende, die man was fragen konnte, sehr hoher Stress und Zeitdruck sowie zu wenig Platz und Ausstattung, um normal und vor allem sicher zu arbeiten (Stichwort: Abzug+EHS). Das führte auch manchmal dazu, dass man etwas aufbauen wollte, kurz wegging und jemand Teile der Apparatur zwischenzeitlich stahl. Super, d.h. der Tag ist dann in der Regel gelaufen, weil man nicht mehr arbeiten kann.
Ebenso waren manche Arbeitsanweisungen grober Unfug. Musste der Lehrkörper manchmal auch zugeben, wenn man die Anweisung denen zeigte. Da sollte man dann "selber nachdenken", was richtig sei und was man machen soll - selten bekam man eine richtigstellende Unterstützung.
In manchen Laboren bekommt man zum Üben teilweise Geräte, die kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Das führte in einem Praktikum dazu, dass meine AAS-Übung spontan variiert werden musste, weil der analoge Datenschreiber kurz vorher defekt wurde.
In einigen "Großlabors" (weil komplett übervoll mit Studenten) führte die Situation teilweise zum fast täglichen Anblick von Studenten, die am Nervenzusammenbruch heulend auf einer Stiege saßen. Kein Wunder, wenn man je nach Labor 6-10 Wochen lang von 9/10 bis 18 Uhr unter enormen Druck arbeiten soll (was man u.U. ja erst das erste Mal macht, wenn man nicht die Chemie-HTL hatte), dazwischen aber am besten maschinengeschriebene Arbeitsprotokolle verfassen sollte sowie, wenn man nicht im Labor war, sich auf die Prüfungen im Labor vorbereiten muss (grob jeden 2-3. Tag 100-200 Seiten neuen Stoff geprüft wird - schafft man das nicht, bekommt man nicht das Präparat. Bekommt man das Präparat nicht, kann man die Übung nicht abschließen). Und das sind auch keine "netten" Prüfungen, oh nein. Ich kann mich noch an eine dieser Prüfungen (genannt "Besprechungen") erinnern, wo ich ALLES korrekt beantworten konnte und ich dann eine kleine Zusatzfrage am Schluss erhalten habe. Die habe ich nicht komplett korrekt gehabt, aber dem Prof war das so wichtig, dass ihm die 10%, die nicht komplett richtig waren, genügten, dass er meinte, ich müsse die Besprechung wiederholen.
-Organisation: Zu meiner Zeit gab es einen "Stundenplan", der war aber teilweise so ungünstig erarbeitet, dass man, wenn man alles besuchen wollte, "hetzen" musste zwischen den Kursen und teilweise unterschiedlichen Orten, wo die Kurse stattfanden.
Unterm Strich würde ich sagen:
Lieber auf einer anderen Uni den Bac. machen. Eventuell auch auf einer FH. Master kann man ja dann auch woanders machen, da schaut die Welt schon wieder Anders aus
Manche Prüfungen unnötig schwer. Die ECTS-Punkte-Verteilung ist oft offenbar einfach so gestaltet, dass sich alle Fächer in den 180 ECTS-Punkten ausgehen und hat hier sehr oft nichts mit den dafür aufzuwendenden Stunden zu tun. Man muss sehr viel Zeit in das Studium investieren.
Man lernt sehr viel und die Kollegen sind durchwegs sehr nett.
Es ist viel härter als man meinen möchte.
Und je schlechter die Lehre, umso höher die Anforderungen.
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