
Über die Hochschule
Was 1990 mit dem Diplomstudiengang „Audiovisuelle Medien“ und 25 Studierenden begann, ist heute ein international ausgerichtetes, interdisziplinäres Studium: Mediale Künste an der KHM.
Hier treffen Kunst, Film, Medien, Gestaltung, Programmierung und Forschung aufeinander. Studierende können eigene Schwerpunkte setzen, Disziplinen und Lehrgebiete miteinander verbinden und ihre Ideen direkt in Projekten ausprobieren.
Das Spektrum reicht von Animation, Kamera und experimentellem Film über Sound, Fotografie, Video, Performance und Public Art bis zu Computing, Netzkunst, Queer Studies, Multispecies Storytelling, literarischem Schreiben sowie Drehbuch und Regie für Dokumentar- und Spielfilme.
„Mediale Künste“ kann in neun Semestern (Diplom 1) oder in vier Semestern (Diplom 2) absolviert werden. Beide Abschlüsse entsprechen international dem Master of Fine Arts (MFA). Ergänzt wird das Angebot durch ein Promotionsprogramm zum Dr. phil.
Rund 400 Menschen studieren aktuell an der KHM, von denen mindestens 40 Prozent aus dem Ausland kommen. Pro Wintersemester werden ca. 75 Bewerber*innen neu aufgenommen.
Die KHM gehört fest zum Kanon der deutschen Kunst- und Filmhochschulen. Sie lebt zudem vom Austausch über Disziplingrenzen hinweg. Kooperationen mit Hochschulen, Museen, Festivals, Ausstellungshäusern und der Film- und Medienwirtschaft schaffen dabei Verbindungen weit über die Hochschule hinaus.
Viele Absolventinnen arbeiten später als Künstler*innen, Filmemacher*innen, Designer*innen, Programmierer*innen, Autor*innen oder Produzent*innen, in Kollektiven, eigenen Unternehmen oder an Hochschulen. Zahlreiche Auszeichnungen und internationale Einladungen – von der Biennale di Venezia bis zum Studentenoscar – zeigen die Sichtbarkeit der Arbeiten aus der KHM.
Stimmen von Absolventen
An der KHM haben einige Filmschaffende studiert, die später auch international erfolgreich wurden. Hans Weingartner, Regisseur von Die fetten Jahre sind vorbei und Das weiße Rauschen, bezeichnete die KHM rückblickend als „eine kleine Oase, ein Paradies“. Besonders geschätzt habe er die Freiheit, während des Studiums experimentieren zu können.
Auch Jan Schomburg, Regisseur von Über uns das All und Co-Autor von Ich bin dein Mensch, hebt die besondere Struktur der Hochschule hervor. Die Verbindung von künstlerischer Praxis und theoretischer Reflexion mache die KHM für ihn „ziemlich einzigartig in Deutschland“.
Isabel Prahl ist Regisseurin und gewann bereits während ihres KHM-Studiums mit Armut kennt viele Geschichten den Young Director Award in Cannes. Später wurde auch ihr Abschlussfilm Ausreichend mit einem FIRST STEPS Award ausgezeichnet. Über ihre Studienzeit sagte sie: „Alles, was man wirklich machen will, wird sehr ernst genommen.“
Ein jüngeres Beispiel ist Tilman Singer, Regisseur von Luz und später Cuckoo mit Hunter Schafer. An der KHM probierte er zunächst unterschiedliche Medien aus und entdeckte schließlich bei einer Filmübung seine Leidenschaft für den Spielfilm: „Da habe ich meine Leidenschaft gefunden und fortan nichts mehr anderes gemacht.“
Weiterführende Artikel
Standort
Heumarkt 14, Köln, Deutschland


