Claudia ist Content Managerin bei studiumfinden.com und schreibt auch für die Magazine von iamstudent.at, iamstudent.de und iamstudent.ch. Wenn es um die Themen Studium, Studentenleben und Studentenrabatte geht, ist sie eine ausgewiesene Expertin.
Veröffentlicht am
30.1.2023

Veröffentlicht am 30.1.2023
Die Studienzeit ist wie dafür gemacht, Auslandserfahrungen zu sammeln. In welcher Form ist ganz unterschiedlich: So kannst du ein Auslandssemester machen oder gleich ganz im Ausland studieren. Wir zeigen dir, auf was du dabei besonders Acht geben musst, und gehen auf beliebte Beispiele ein, wie auf Erasmus gehen oder im EU-Ausland studieren.
Ca. 30% aller Studis in Deutschland brechen ihr Studium ab. Diese Zahl klingt erstmal heftig, erläutert aber auch, dass ein Studienabbruch bzw. -wechsel ein normaler Prozess ist.
Ein Teil der Studierenden merkt, dass das Konzept Studium generell nicht zu ihnen passt. Der andere Teil will weiterhin studieren, aber der gewählte Studiengang passt nicht mehr. Warum ist das so?
Als Studienwechsel gilt übrigens nicht der Wechsel vom erfolgreich abgeschlossenen Bachelorstudium zum Masterstudium. Auch nicht, wenn du die Hochschule bzw. den Studienort wechselst.
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Prinzipiell kannst du so oft wechseln, wie du möchtest. Nur in Sachen Beihilfen, Stipendien und Co. gibt es hier einiges zu beachten. Kommt einer der oben genannten Gründe also häufiger vor, wird es ein bisschen eng mit dem unbeschwerten Wechsel.
Generell gilt: Umso früher, desto besser. Wenn du dir sicher bist, dass der gewählte Studiengang nicht der richtige für dich ist (oder ein anderer Grund einen Studienwechsel bedingt), dann warte nicht lange.
Einerseits besteht die Gefahr, dass du ansonsten den Anspruch auf Förderungen verlierst (siehe Punkt darüber). Andererseits ist es auch für dich als Person besser, wenn du nicht noch länger in einem Studium fest steckst, das dir keine Freude oder im schlimmsten Fall sogar große Sorgen bereitet.
Es ist jedoch zu empfehlen, am Ende eines Semesters bzw. Beginn eines neuen Semesters zu wechseln und nicht mitten unter dem Semester.
Egal in welchem Szenario, der erste Tipp lautet: Gutes Zeitmanagement! Denn wie bei der ersten Anmeldung zum Studium, gibt es auch beim Wechsel Fristen, die eingehalten werden müssen.
Mit dem Zusatzfaktor, dass du nun auch ein anderes Studium offiziell beenden bzw. einen Anrechnungsbescheid bei deiner neuen Uni abgeben musst. Hier gelten oft sogar frühere Einreichfristen als bei einer “regulären” Bewerbung oder Einschreibung.
Ein Wechsel innerhalb der gleichen Hochschuleinrichtung ist zumeist unkompliziert möglich, da die unterschiedlichen Studienprogrammservices miteinander in Kontakt stehen und derselben Universitätsleitung unterstehen. Infos zum Wechsel gibt es vermutlich gleich auf der Homepage deiner Uni. Oder du fragst direkt bei der Studiengangsleitung deines angestrebten neuen Studiums, wie du dich ummelden kannst, wenn du schon an der Uni immatrikuliert bist.
Wechselst du deine Hochschule, ist meistens mehr Papierkram nötig. Änderst du deine Hochschule bei gleichem oder sehr ähnlichem Studiengang, sind zum einen alle deine Zeugnisse wichtig, damit du dir Kurse anrechnen lassen kannst (siehe nächster Punkt). Zusätzlich werden Dokumente wie deine Studienblätter, die Exmatrikulationsbescheinigung (auch Abgangsbescheinigung genannt) und dein Immatrikulationsantrag benötigt.
Ist das Studium an der neuen Hochschule zulassungsbeschränkt, musst du dich dort womöglich noch einmal bewerben bzw. das Zulassungsverfahren durchlaufen. Selbst wenn du dann in ein höheres Semester einsteigen kannst, ist diese erste Hürde oft noch einmal Pflicht.
Wenn du deinen Studiengang wechselst, muss das Studienprogramm davor nicht zwingend umsonst gewesen sein. Je nachdem, wie fachgleich die Studiengänge sind, kannst du dir einiges anrechnen lassen. Im besten Fall kannst du sogar einige Semester später einsteigen (sogenannter Quereinstieg).
Sind zum Beispiel die Einführungsveranstaltungen diverser Wirtschaftsstudiengänge sehr ähnlich oder sogar die gleichen, kannst du z.B. von Volkswirtschaft zu BWL wechseln und dabei problemlos einige Vorlesungen anrechnen lassen. Gleiches gilt, wenn du etwa von Psychologie zu Gesundheitspsychologie wechselst, und du bereits einige psychologische Grundlagenkurse absolviert hast. Wechselst du z.B. von Zahnmedizin zu Humanmedizin, kannst du ebenfalls beantragen, dass Prüfungen angerechnet werden.
Sind die Studiengänge hingegen sehr unterschiedlich, wird eine Anerkennung vorangegangener Leistungen schwieriger. Erkundige dich bei deinem neuen Institut, ob du sie eventuell als Erweiterungscurricula anrechnen lassen kannst.
Du ziehst z.B. von Hamburg nach Berlin, aber dein Jurastudium führst du fort. Wie ist hier der Ablauf? Fachgleich an einer anderen Universität weiter zu studieren, ist in der Regel kein Problem. Wie viel dir angerechnet werden kann, lässt sich aber pauschal nicht sagen. Einiges kann dir zuerkannt werden, in manchen Bereichen wirst du Klausuren nachholen müssen. Je nach Studium und Hochschule gelten hier andere Richtlinien, denn der Aufbau der Module ist oft nicht deckungsgleich. Frag am besten beim Fachstudienberater nach einem Anrechnungsbescheid. Hier gibst du dann alle deine Zeugnisse und Leistungsnachweise ab. Anerkennen kann deine neue Studienstelle die Leistungen erst, wenn du offiziell immatrikuliert bist.
Keine Sorge: Musst du noch einmal das Zulassungsverfahren durchlaufen, bedeutet das nicht, dass dir keine Kurse angerechnet werden können.
Manchmal ist es außerdem möglich, einen Studienplatztausch in die Wege leiten. Dort tauschen du und ein anderer Student/eine andere Studentin eure Studienplätze und erspart euch Eignungstests etc.
Hier kommt dein Selbstwert-Boost: Mach dir keinen Kopf, wenn du dein Studium wechseln willst!
Erstens bist du längst nicht der Einzige bzw. die Einzige. Wie oben bereits erwähnt, brechen in Deutschland 30% der Studis ihr Studium ab - entweder weil sie wechseln oder ganz aufhören. Sehr viele erwischen also nicht gleich im ersten Anlauf ihr Traumstudium.
Zweitens ist es langfristig nur von Vorteil, wenn du erkennst, dass etwas nicht zu dir passt. Was sind schon 1, 2 oder auch 3 Semester, die du in einem für dich falschen Studium verbracht hast, wenn du danach etwas findest, das dich glücklich macht!?
Schlag deinen neuen Weg ein und lass dich nicht entmutigen - wir wünschen dir ganz viel Erfolg und Spaß dabei!