
Pharmazie BewertungenUniversität Wien
Das sagen die Studierenden
Das Studium Pharmazie an der Universität Wien (WU) wird als sehr anspruchsvoll, aber auch interessant wahrgenommen. Viele Studierende finden, dass ein großer Teil des Lehrstoffs auf Auswendiglernen basiert, was oft als unzureichend für die spätere Berufspraxis empfunden wird. Der Bachelor wird als zeitlich intensiv beschrieben, während der Master etwas flexibler sein soll. Die frühen Module bieten zwar einen guten Überblick über relevante Themen, jedoch wird kritisiert, dass praxisnahe Inhalte zu spät in den Lehrplan integriert werden.
Die Professoren sind zunächst selektiv, zeigen aber später mehr Verständnis für die Studierenden. Für Studierende mit Nebenjobs oder anderen Verpflichtungen kann die Organisation des Studiums eine Herausforderung darstellen, insbesondere wenn Präsenzpflicht herrscht. Positiv wird die Möglichkeit des Gruppentausches bei Anwesenheitspflicht erwähnt.
Trotz der genannten Herausforderungen empfehlen viele Studierende das Studium, insbesondere für diejenigen, die eine Karriere in der Industrie oder in einer Apotheke anstreben. Die Erfahrungen von anderen Studierenden aus verschiedenen Programmen können hilfreich sein, um eine informierte Entscheidung zu treffen.
Bewertungen
Wie auch beim Bachelor Pharmazie, ist der Zeitaufwand wirklich groß.
Der prinzipielle Aufbau hat sich durch den Wechsel vom Diplom- zum Bachelor-Master-Modell deutlich verbessert. In den ersten paar Modulen des Masters, werden die einzelnen Systeme des Körpers bzw. Indikationen (z.B. CV, GIT, Schmerztherapie,..) der Reihe nach in allen pharmazeutischen Teilgebieten (Pharmakologie, Pharmakognosie, Pharmazeutische Chemie) behandelt. Das half super, einen Überblick über die Krankheitsbilder und ihrer Therapie zu bekommen. Leider wird in den meisten Modulen immer noch auf stures Auswendiglernen gesetzt (z.B. Nebenwirkungen, Wechselwirkungen, Kontraindikationen, etc.), anstatt auf die zugrundeliegenden Mechanismen einzugehen. Meiner Meinung nach kein Weg Lehrinhalte nachhaltig zu vermitteln. Die Prüfungen M1 & M2 waren für mich die schlimmsten. Viel Stoff zum auswendig lernen, viele Prüfer, die auf unterschiedlichste Sachen Wert legen und bei M2 eine lange Vorbereitungszeit von 8 Wochen (d.h. eigentlich ja 16 Wochen, weil ich die Prfüng 2x machen musste).
Die Lehrinhalte die für den späteren Alltag in einer öffentlichen oder Anstaltsapotheke relevant sind, kommen meiner Meinung nach viel zu spät und hätten teilweise schon im Bachelor integriert werden sollen (z.B: das kritische Lesen von klinischen Studien).
Für Studenten mit Jobs (oder auch Kindern), kann das Studium schon mal eine organisatorische Challenge sein. Die meisten Dozenten weigern sich wegen des Mehraufwandes Vorlesungen aufzunehmen. Bei Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht, gab es zum Glück oft die Möglichkeit zum Gruppentauschen. Die Anwesenheitseinschränkungen auf Grund der Pandemie waren oft ein Segen, da die VOs aufgezeichnet und mind. am gleichen Tag noch nachträglich angesehen werden konnten. Ich würde mir wünschen, dass es diese Möglichkeit für die nächsten Studenten wieder gibt. Es hat ja nicht jeder Eltern die einen über mind. 5 Jahre Studium unterstützen können.
Was mich zum nächsten Punkt bringt: die Masterarbeiten direkt an der Pharmazie-Uni sind meist unbezahlt - "selbstredend", wie ich von der stv hingewiesen wurde. "Ist ja Teil des Studiums." Je nach Betreuer/Arbeitsgruppe sind das dann mal bis zu 6 Monate mit 40 h/Woche ohne Einkommen. Andere Fakultäten der Universität Wien schaffens, die Masterarbeitsstudenten wenigstens geringfügig zu bezahlen.
Mein Rat: sucht frühzeitig und ggf. auch außerhalb, damit ihr nicht aus Zeitdruck in eine blöde Situation kommt.
Die An- & Abmeldung zu Prüfungen/Praktikas, ist wie immer ein Phänomen. Frist ist meist eine Woche zuvor, bei manchen Prüfungen sogar 2 Wochen. Wäre mehr als ein Mal dankbar gewesen, hätte man sich 2 Tage vor der Prüfung noch abmelden können. Wenn man die Frist knapp verpasst, kann einem auch die Lerhveranstaltungsleitung nicht mehr helfen.
Auch wenn ich einige Verbesserungsvorschläge habe: Alles in Allem, würde ich das Studium Pharmazie an der Universität Wien weiterempfehlen, wenn man später als Pharmazeut in der Industrie oder einer österreichischen Apotheke arbeiten möchte. Am Besten, man hört sich vor der Entscheidung die Erfahrungen der Studenten von den unterschiedlichen österreichischen Pharmazie-Lehrgängen an.
Egal für welchen Studienort ihr euch entscheidet: haltet durch! :-)
Ein sehr lernaufwendiges Studium, bei dem man manchmal das Gefühl hat, man müsse bestimmte Dinge einfach nur aus Prinzip auswendig lernen. Selbstverständlich gibt es auch Professoren, die sich Mühe geben und Prüfungen, bei denen man den Zusammenhang mit dem zukünftigen Berufsleben erkennt.
Sehr aufwendiges Studium, aber extrem interessant!
Im Bachelor sehr viel unnötiges gelernt, viele knockout Phasen, lange Wartezeiten auf Labor-LVs
Prüfungen schwer; Lerndauer oft mind. 1 Monat je Prüfung;
Inhalt sehr vielfältig; Dozenten streng, aber meist sehr fair;
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Allgemeines zum Pharmazie Studium
Pharmazie ist ein faszinierendes und breit gefächertes Studienfach, das die Bereiche Chemie, Biologie, Physik und Medizin verbindet. Im Mittelpunkt steht das Wissen über Arzneimittel: deren Entdeckung, Entwicklung, Herstellung, Wirkweise, Anwendung und Überwachung.
