Mein Start ins Biologiestudium
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Veröffentlicht am 19.11.2025

Mein Start ins Biologiestudium

Wenn du gerade überlegst, Biologie an der Uni Wien zu studieren, lass mich dir sagen: der Start ist aufregend, ein bisschen chaotisch, aber auch sehr spannend. Ich erzähle dir, wie es mir im ersten Semester ergangen ist, damit du schon mal einen Eindruck bekommst, was dich wirklich erwartet.

Meine Entscheidung fürs Studium

Als ich mein Biologiestudium begonnen habe, war ich gespannt, wie sehr sich mein Bild von der Uni mit der Realität decken würde. Ich habe schon in der Schule in Biologie maturiert und bin dabei richtig auf den Geschmack gekommen. Die Inhalte haben mich fasziniert und ich wollte unbedingt tiefer in diese Welt eintauchen. Deshalb war für mich schnell klar, dass ich Biologie studieren möchte.

Jetzt, im ersten Semester, merke ich, dass die Entscheidung definitiv die richtige war, auch wenn der Start nicht ganz so geordnet verlaufen ist, wie man es sich vielleicht erträumt.

Vom Chaos zur Routine

Die ersten Wochen waren ehrlich gesagt ziemlich chaotisch. Es sind extrem viele Erstsemestrige gleichzeitig gestartet, und die Hörsäle waren einfach nicht für diesen Ansturm ausgelegt. Viele hatten keinen Platz, standen im Gang oder mussten wieder gehen.

Ich war zuerst frustriert, weil ich mich so sehr auf die ersten Vorlesungen gefreut hatte. Inzwischen hat sich das zum Glück gelegt, weil viele Studierende den Livestream bevorzugen oder die Aufzeichnungen später anschauen. Dadurch ist die Situation wesentlich entspannter geworden. Da es keine Anwesenheitspflicht gibt, entsteht auch kein zusätzlicher Druck. Besonders in stressigen Zeiten oder während der Vorbereitung auf die STEOP Prüfungen ist das wirklich hilfreich.

Die STEOP

Der Stoffumfang ist groß und die Vorbereitung auf die STEOP 1 und 2 prägt meinen Alltag derzeit stark. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass ich gut mitkomme. Obwohl wir unglaublich viele Folien durchbesprechen, bleibt vieles hängen, weil die Dozierenden die Inhalte verständlich erklären und die Grundlagen wirklich gut vermitteln.

Ich hatte am Anfang ein bisschen Angst, dass ich mich in der Masse verliere, aber durch die klaren Strukturen und die ausführlichen Vorlesungsmaterialien fühle ich mich gut begleitet.

Die digitale Ausstattung

Was die digitale Ausstattung betrifft, habe ich gemischte Erfahrungen gemacht. Positiv ist auf jeden Fall, dass alle wichtigen Dokumente online zur Verfügung stehen. Die Vorlesungsfolien, Übungsblätter und Unterlagen sind übersichtlich im Campus Portal organisiert. Auch die Anmeldung für Vorlesungen und Seminare funktioniert digital, was nach kurzer Eingewöhnung sehr angenehm ist. Die Professorinnen, Professoren und Dozierenden sind online gut erreichbar und antworten meist schnell, was gerade im ersten Semester eine große Unterstützung ist.

Weniger gut funktioniert allerdings das WLAN. Auf dem Papier gibt es überall eine Verbindung, aber in der Realität ist es oft kompliziert, sich einzuloggen, und die Verbindung bricht häufig ab. Besonders in den Hörsälen und stark besuchten Bereichen ist das WLAN überlastet. Fast alle in meinem Jahrgang beschweren sich darüber. In der Bibliothek ist es etwas besser und dort stehen auch viele PCs zur Verfügung, was den Arbeitsalltag erleichtert, wenn das eigene Gerät nicht will.

Uni-Angebot abseits des Studiums

Der Campus selbst gefällt mir sehr gut. Er ist modern, groß und hat viele schöne Plätze, an denen man lernen oder entspannt Zeit verbringen kann.

Gleichzeitig habe ich schnell gemerkt, wie wichtig ein Ausgleich zum Studium ist. Die Uni bietet eine breite Auswahl an Sportkursen an, und viele davon sind extrem günstig. Für mich ist das ein perfekter Weg, neue Sportarten auszuprobieren und gleichzeitig etwas Abstand zum Lernstress zu bekommen.

Gemeinsam durch den Studienalltag

Eine große Sorge vor dem Studienstart war auch, ob es leicht sein würde, neue Leute kennenzulernen. Zum Glück war das überhaupt kein Problem. Am Anfang sucht wirklich jede und jeder nach Anschluss, und schon ein bisschen Offenheit reicht, um sofort ins Gespräch zu kommen. Ich habe sehr schnell eine Gruppe gefunden und fühle mich dadurch viel wohler im Studienalltag. Es tut gut, Menschen um sich zu haben, die im selben Boot sitzen und mit denen man lernen oder sich einfach austauschen kann.

Fazit und Ausblick in die Zukunft

Inhaltlich interessiert mich besonders der Bereich Genetik und Molekularbiologie. Ich kann mir gut vorstellen, später in diese Richtung zu gehen, auch wenn ich weiß, dass sich vieles erst im Laufe des Studiums herausstellen wird. Das ist wahrscheinlich das Spannendste an den ersten Semestern: Man bekommt langsam ein Gefühl dafür, was einem wirklich liegt.

Rückblickend war mein Start ins Biologiestudium zwar fordernd, aber auch unglaublich bereichernd. Ich fühle mich an der Uni gut aufgehoben, habe schon viel gelernt und freue mich darauf, in den nächsten Semestern noch tiefer in die faszinierende Welt der Biowissenschaften einzutauchen.

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