
Medizin Niederbayern (MCN)Universität Regensburg
Kurzbeschreibung & Facts
Der Studiengang „Medizin Niederbayern“ (MCN) folgt dem bereits bestehenden Studiengang Humanmedizin an der Universität Regensburg und wird nach den Vorgaben der Ärztlichen Approbationsordnung aus dem Jahr 2002 absolviert. Die Ausbildung ist in Vorklinik und Klinik unterteilt. Der klinische Teil des Studiums findet größtenteils an den MedizinCampus Niederbayern (MCN)-Standorten in Deggendorf/Mainkofen, Landshut, Passau und Straubing statt.
Medizin ist die Wissenschaft von den Ursachen, der Heilung und Vorbeugung von Krankheiten. Die wesentlichen ärztlichen Tätigkeiten umfassen die Diagnose und Therapie von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden beim Menschen, sowie gesundheitliche Vor- und Nachsorge und Forschung. Persönliche Eigenschaften, die für diesen Studiengang von Vorteil sind, umfassen Faszination für naturwissenschaftliche Grundlagen des menschlichen Lebens, Interesse an einer großen Fächervielfalt, Integrität, Ehrlichkeit, Lernbereitschaft, Einsatz- und Leistungsbereitschaft, psychische Belastbarkeit und Empathie.
Eine Besonderheit des Studiengangs ist, dass für geeignete Bewerber*innen ein Interview durchgeführt wird, das als Auswahlkriterium in die Berechnung des Ranglistenplatzes einfließt. Das Medizinstudium ist bundesweit durch gesetzliche Vorgaben (Approbationsordnung für Ärzte: ÄAppO vom 01.10.2003) einheitlich geregelt. Ziel der ärztlichen Ausbildung ist die Befähigung zum/zur wissenschaftlich und praktisch ausgebildeten Arzt/Ärztin, der/die zur eigenverantwortlichen und selbständigen ärztlichen Berufsausübung, zur Weiterbildung und zu ständiger Fortbildung befähigt ist. Die Ausbildung soll grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in allen Fächern vermitteln, die für eine umfassende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung erforderlich sind.
Nach der Approbation kann eine Weiterbildung zum Allgemeinarzt oder Arzt mit Gebietsbezeichnung erfolgen, die je nach Fachrichtung vier bis sechs Jahre dauert. Ebenso ist eine Weiterbildung in medizinischen Sondergebieten möglich, die das Führen einer Zusatzbezeichnung ermöglicht. Berufsfelder umfassen Tätigkeiten in verschiedenen Kliniken eines Krankenhauses, als niedergelassene/r Ärztin/Arzt in eigener Praxis, bei Sanitäts- und Rettungsdiensten, in Gesundheitsämtern, als Betriebsarzt in großen Unternehmen oder in der medizinischen Forschung.
Der Aufbau des Studiums gliedert sich in einen zweijährigen vorklinischen und einen dreijährigen klinischen Teil sowie ein Praktisches Jahr (PJ, 48 Wochen). Der erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung findet nach zwei Jahren Studium statt, der zweite Abschnitt nach weiteren drei Jahren und der dritte Abschnitt nach dem PJ. Für die Anmeldung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung ist ein Nachweis über 9 Unterrichtseinheiten eines Erste Hilfe Lehrgangs erforderlich. Ein Pflegepraktikum von insgesamt 90 Kalendertagen muss abgeleistet werden. Die Famulatur, die sich über vier Monate erstreckt, soll die Studierenden mit der ärztlichen Patientenversorgung in Einrichtungen der ambulanten und stationären Krankenversorgung vertraut machen. Während des Praktischen Jahres vertiefen und erweitern die Studierenden ihre ärztlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten und lernen, diese auf den einzelnen Krankheitsfall anzuwenden.
Der vorklinische Studienabschnitt vermittelt naturwissenschaftliche Kenntnisse sowie Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Biochemie, ergänzt durch eine Einführung in die Medizinische Psychologie und Soziologie. Der erste Abschnitt der ärztlichen Prüfung beinhaltet Fächer wie Physik, Physiologie, Chemie, Biochemie/Molekularbiologie, Biologie, Anatomie, Grundlagen der Medizinischen Psychologie und Medizinischen Soziologie. Der klinische Abschnitt nach dem Physikum umfasst klinische Fächer wie Innere Medizin und Chirurgie, klinisch-theoretische Fächer wie Pharmakologie und Mikrobiologie sowie Querschnittsbereiche. Nach Bestehen des zweiten Studienabschnittes können die Absolventinnen und Absolventen die Approbation beantragen.
Für die Zulassung zum Studiengang ist eine Zulassungsbeschränkung (NC) und ein Auswahlverfahren vorgesehen. Die Bewerbung für das Medizinstudium erfolgt über die Stiftung für Hochschulzulassung (Hochschulstart). 60% der Studienplätze werden durch ein universitätseigenes Auswahlverfahren (AdH) vergeben, das neben der Abiturnote den Test für medizinische Studiengänge (TMS), einschlägige Berufsausbildungen und Dienste sowie ein Interview berücksichtigt. Bei freien Studienplätzen nach Abschluss aller Vergabeverfahren führt die Studierendenkanzlei ein Losverfahren durch. Für Studierende mit ausländischer Hochschulzugangsberechtigung ist ein Deutsch-Sprachnachweis erforderlich.
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