
Latein – Lehramt GymnasiumUniversität Regensburg
Kurzbeschreibung & Facts
Das Studium Latein – Lehramt Gymnasium ist ein philologisch-literaturwissenschaftlich angelegtes Studium, das sich mit der lateinischen Sprache und Literatur von den Anfängen bis in die Spätantike und bis in die heutige Zeit (Neulatein) beschäftigt. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit vom 2. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. Das Studium bezieht die Kultur der griechisch-römischen Antike insgesamt ein, einschließlich der Griechischen Philologie, Klassischen Archäologie, Alten Geschichte und gegebenenfalls Philosophie, Theologie und Rezeption in Literatur und Kunst.
Die Studierenden erwerben sprachliche Fähigkeiten zum Übersetzen aus dem und in das Lateinische, was eine aktive und eigenständig nutzbare Sprachkompetenz für die spätere berufliche Tätigkeit im gymnasialen Schuldienst darstellt. Sie erhalten einen Überblick über die Geschichte der lateinischen Literatur, lernen wesentliche Texte, Traditionen und Motive sowie deren gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe kennen. Vermittelt werden inhaltlich-fachliche und methodisch-wissenschaftliche Kompetenzen sowie die Fähigkeit zum eigenständigen Umgang mit antiker oder an der Antike orientierter Literatur durch Übersetzen, Interpretieren, Vergleichen und Urteilen. Speziell fachdidaktisch orientierte Lehrveranstaltungen bereiten auf die eigene Unterrichtspraxis vor.
Das typische Berufsziel ist eine Tätigkeit im gymnasialen Schuldienst als Fachlehrer/-in für Latein. Voraussetzung hierfür ist neben dem 1. Staatsexamen ein zweijähriges Referendariat mit einem erfolgreich absolvierten 2. Staatsexamen. Daneben bieten sich fachspezifische Tätigkeiten in Verlagen, Archiven, Bibliotheken und Forschungseinrichtungen an, sowie im journalistisch-feuilletonistischen, kulturellen oder politischen Bereich. Schlüsselqualifikationen wie logisches Denken, eigenständiges Urteilsvermögen und die Fähigkeit zur Erfassung und Aufbereitung komplexer Kontexte sind hierbei von Vorteil. Nach erfolgreichem Abschluss des 1. Staatsexamens ist eine Promotion zum Dr. phil. möglich.
Das Studium gliedert sich in zwei Unterrichtsfächer und die Erziehungswissenschaften (Schulpädagogik, Allgemeine Pädagogik und Psychologie). Verschiedene Praktika im Studium ermöglichen die Anwendung theoretischen Wissens im Schulalltag. Zu den abzuleistenden Praktika gehören ein Betriebspraktikum, ein Orientierungspraktikum, ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum und ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum.
Vorausgesetzt werden sprachliche Kenntnisse, die mindestens dem Niveau des Latinums entsprechen, idealerweise dem Abiturniveau im Fach Latein. Für die Zulassung zum 1. Staatsexamen sind zudem Griechisch-Kenntnisse nachzuweisen, die jedoch nicht zwingend zu Beginn des Studiums vorliegen müssen. Spezielle Kurse zur Vorbereitung auf die Griechisch-Prüfung werden vom Institut für Klassische Philologie angeboten.
- Abschluss
- Staatsexamen
- Regelstudienzeit
- 9 Semester
- ECTS
- 270
- Studienform
- Vollzeit
- Sprachen
- Deutsch, Andere
- Studienbeginn
- Wintersemester, Sommersemester
- Voraussetzungen
- Allgemeine Hochschulreife, Berufliche Qualifikation, Einschlägiger Bachelorabschluss
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