Das erwartet dich im Studiengang Information, Medien & Kommunikation an der Hochschule Burgenland

Das erwartet dich im Studiengang Information, Medien & Kommunikation an der Hochschule Burgenland

Studieren und Vollzeit arbeiten – geht das überhaupt? Spoiler: Ja, aber es ist definitiv eine Challenge! Ich studiere seit 2,5 Jahren berufsbegleitend Information, Medien & Kommunikation an der Hochschule Burgenland und arbeite gleichzeitig Vollzeit als Social Media Managerin. In diesem Beitrag nehme ich dich mit in meinen Alltag und verrate dir, was dich in diesem Studiengang wirklich erwartet – mit allen Höhen und Tiefen.

Warum ich mich für ein berufsbegleitendes Studium entschieden habe

Als ich mich mit 24 Jahren für den Bachelor Information, Medien & Kommunikation entschieden habe, war mir klar: Ich will nicht komplett aus dem Berufsleben aussteigen. Ich hatte bereits Berufserfahrung im Social Media Management gesammelt und wollte diese praktische Expertise mit fundiertem theoretischem Wissen untermauern. Die berufsbegleitende Variante an der Hochschule Burgenland bot genau diese Flexibilität.

Der Studiengang kombiniert drei große Bereiche: Informationswissenschaften, Medienwissenschaften und Kommunikation. Das klingt erstmal breit gefächert – und das ist es auch. Aber genau das macht den Reiz aus: Du bekommst Einblicke in Medieninformatik, Datenanalyse, Journalismus, Content Management und vieles mehr.

Nach vier Semestern kannst du dich dann spezialisieren – zur Auswahl stehen Medienwissenschaften & Journalistik, Dokumentations- & Bibliotheksmanagement oder Digitale Content-Produktion.

Studienaufbau & Organisation an der Hochschule Burgenland

Das berufsbegleitende Studium ist so strukturiert, dass die Lehrveranstaltungen geblockt stattfinden – meist an Wochenenden (Freitag/Samstag) oder an einzelnen Wochentagen.

Die Hochschule Burgenland befindet sich in Eisenstadt und ist modern ausgestattet mit E-Labs, in denen du praktisch mit professioneller Software arbeiten kannst, von Adobe Creative Suite über Videoschnittsoftware bis hin zu statistischen Analyseprogrammen.

Im ersten Semester startest du mit Grundlagen wie Mathematik, formalen Grundlagen, Informatik-Basics und Einführungen in Kommunikations- und Wirtschaftswissenschaften. Ab dem zweiten Semester wird es dann richtig spannend: Du beschäftigst dich mit Datenanalyse und Statistik, Informationsmodellierung, Content Management und Mediendesign.

Besonders die praktischen Module im E-Lab haben es mir angetan – hier erstellst du selbst Print- und Digitalprodukte, lernst Bildbearbeitung, Videoschnitt und Webdesign.

Theorie trifft Praxis: Der größte Mehrwert des Studiums

Was mich am Studiengang besonders begeistert, ist die direkte Anwendbarkeit des Gelernten. Wenn wir in "Digital Marketing" über SEO-Strategien und Social Media Konzepte sprechen, kann ich diese direkt für die Kanäle meines Arbeitgebers umsetzen. Wenn wir Usability-Tests planen, nehme ich diese Methoden mit in meine nächste Kampagne.

Diese Verbindung zwischen Theorie und Praxis motiviert ungemein und ist der größte Vorteil des berufsbegleitenden Studiums. Besonders wertvoll finde ich die Module Social Media & Digital Marketing, Projektmanagement, Usability & Interaktionsdesign sowie die praktischen Übungen im Mediendesign-Bereich.

Zeitmanagement & Herausforderungen im berufsbegleitenden Studium

Seien wir ehrlich: Berufsbegleitend zu studieren ist kein Spaziergang. Der größte Kampf ist die Zeit – oder besser gesagt, der Mangel daran. Nach einem 8-Stunden-Arbeitstag noch konzentriert eine Vorlesung zu besuchen oder am Wochenende Hausarbeiten zu schreiben, während Freunde brunchen gehen, erfordert enorme Disziplin. Meine Lösung ist ein detaillierter Kalender, in dem ich nicht nur Vorlesungen und Deadlines, sondern auch bewusst Freizeit und Pausen einplane.

Vollzeit arbeiten und nebenbei studieren bedeutet oft: Du hast keinen „echten" Feierabend. Nach der Arbeit wartet der nächste Termin, am Wochenende stehen Vorlesungen an. Besonders in Prüfungsphasen, wenn sich Abgaben häufen und gleichzeitig bei der Arbeit wichtige Projekte anstehen, kommst du schnell an deine Grenzen. Was mir hilft: Ehrliche Kommunikation mit meinem Arbeitgeber und die Bildung von Lerngruppen mit meinen Kommilitonen.

Studierendenleben, Zusammenhalt & praxisnahe Projekte

Die Studierenden im berufsbegleitenden Studiengang sind eine bunte Mischung: Von der Marketing-Managerin über den IT-Consultant bis zur Bibliothekarin ist alles dabei.

Diese Vielfalt bereichert Diskussionen enorm, und weil alle in derselben Situation sind – Arbeit, Studium, wenig Zeit – entsteht ein starker Zusammenhalt. Wir unterstützen uns gegenseitig, teilen Zusammenfassungen und motivieren uns in stressigen Phasen.

Besonders die praxisorientierten Projektarbeiten machen Spaß: Im Projektmanagement-Modul haben wir beispielsweise ein komplettes Lehrprojekt geplant und durchgeführt, in "Mediendesign im E-Lab" haben wir Imagebroschüren und Plakate gestaltet.

Meine Spezialisierung: Digitale Content-Produktion

Jetzt im fünften Semester habe ich mich für die Spezialisierung "Digitale Content-Produktion" entschieden – die perfekte Wahl für meine Arbeit als Social Media Managerin.

Hier dreht sich alles um Informationsdesign, Web- und Screen-Design, Videoproduktion und Audioproduktion. Besonders spannend finde ich die Module zu Web-Technologien und Web-Programmierung, wo wir lernen, wie man responsive Websites mit HTML5, CSS und JavaScript erstellt. In der Videoproduktion arbeiten wir mit professionellem Equipment und lernen von der Konzeption über den Dreh bis zur Postproduktion alle Schritte kennen.

Diese praktischen Skills kann ich unmittelbar für meine Content-Erstellung auf verschiedenen Social-Media-Plattformen einsetzen.

Mein Fazit & Berufsperspektiven nach dem Studium

Würde ich das Studium nochmal wählen? Definitiv ja! Auch wenn es manchmal hart ist und ich mir mehr Freizeit wünsche, bereue ich die Entscheidung keine Sekunde. Ich bin jetzt 27, stehe mitten im Berufsleben und baue gleichzeitig ein solides akademisches Fundament auf.

Die Hochschule Burgenland bietet dafür einen tollen Rahmen: kleine Gruppengrößen, praxisorientierte Lehre, moderne Ausstattung und ein unterstützendes Umfeld. Die Lehrenden haben selbst oft einen Praxishintergrund und können daher Theorie und Berufswelt gut verknüpfen.

Ein großer Vorteil dieses Studiengangs sind auch die vielfältigen Berufsperspektiven: Absolventen arbeiten in Bereichen wie Digital Marketing & Social Media Management, Content Management & Online-Redaktion, Bibliotheks- und Informationswesen, UX/UI-Design, Medienproduktion, Datenanalyse oder Unternehmenskommunikation.

Für wen sich das Studium eignet

Wenn du überlegst, Information, Medien & Kommunikation berufsbegleitend zu studieren, solltest du dir der Belastung bewusst sein. Du wirst auf Freizeit verzichten müssen und brauchst ein gutes Planungssystem sowie die Unterstützung deines Arbeitgebers.

Aber wenn du Interesse an der Schnittstelle zwischen Technik, Medien und Kommunikation hast, Vielseitigkeit schätzt, Praxisbezug wichtig findest und bereit bist, dich anzustrengen, dann ist dieser Studiengang genau das Richtige für dich.

Die breite Aufstellung ermöglicht es dir, herauszufinden, was dir wirklich liegt, bevor du dich spezialisierst, und die Kombination aus analytischem Denken und kreativem Arbeiten macht das Studium besonders spannend. Ich verspreche dir: Es lohnt sich!

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